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Avesco geht den nächsten Schritt in Richtung E-Mobilität

Die Wahl der E-Autos für die neue Fahrzeugflotte war ein rein betriebswirtschaftlich getriebener Entscheid, so Avesco Group CEO Stefan Sutter. «Das Elektroauto schneidet bei der Betrachtung des Total Cost of Ownership am besten ab.»

Freude an der symbolischen Schlüsselübergabe für die neuen Elektroautos, Modell ŠKODA ENYAQ. Im Bild mit Vincent Albasini, CEO Avesco Rent AG und Paulo Fernandes, Head of Sales ŠKODA (3.v.r.).

Neu mit Elektro-Power unterwegs: Mitarbeitende der Avesco und Avesco Rent an der offiziellen Fahrzeugübergabe in Langenthal.

Die neue Fahrzeugflotte besteht knapp zur Hälfte aus Elektroautos von ŠKODA. Stefan Sutter, CEO der Avesco Gruppe, über die Kaufkriterien und einen Selbstversuch im E-Auto.

Herr Sutter, bei Avesco als Händlerin von Baumaschinen besitzt der Dieselmotor naturgemäss einen hohen Stellenwert. Gab es intern Vorbehalte gegen einen Elektro als Geschäftsauto?

Es gab früh zwei Lager: pro und contra Elektro. Der Dieselantrieb ist nun mal im Zentrum unseres Tuns. Es ist klar, dass wir sprichwörtlich Diesel oder Benzin im Blut haben. Wir lieben den kernigen Ton eines schönen Achtzylindermotors. Unsere Gesellschaft verdankt dem Verbrennungsmotor auch einen Teil unseres heutigen Wohlstandes. Umso mehr nervt es mich, wenn gewisse Elektroautofahrer den Verbrennungsmotor verurteilen und sich als Umweltretter profilieren wollen. Zudem ist das Thema Geschäftsauto emotional aufgeladen, denn der oder die Mitarbeitende verbringt viel Zeit in dieser Umgebung, fährt pro Jahr im Durchschnitt rund 40'000 km mit dem Fahrzeug – über die fünfjährige Gebrauchsdauer also 200'000 km. Vor diesem Hintergrund wollten wir nichts befehlen, sondern haben eine Prämie für den Umstieg auf Elektro gezahlt. Wir geben damit einen Teil der Kosteneinsparung an die Mitarbeitenden weiter, die wir als Firma durch die Elektrofahrzeuge realisieren. Dass sich fast jeder zweite Mitarbeitende für die Elektrovariante entschieden hat, interpretieren wir als Bestätigung, dass es für Avesco der richtige Prozess war.

Sie haben im Rahmen des Beschaffungsprozesses für die neuen Geschäftsautos von Avesco und Avesco Rent selber Ihr Privatauto stehen gelassen und haben den ŠKODA ENYAQ mit Elektroantrieb drei Wochen lang getestet. Was sind die Erkenntnisse daraus?

Ich wollte mir selber ein Bild machen von Handling, Fahrverhalten, Reichweite und habe gemerkt: Das Fahrerlebnis ist wirklich überzeugend. Man fährt komfortabel, hat im Innenraum viel Platz und die Reichweite ist mehr als genügend. Ein Trick, den ich mir während dem Testen angewöhnt habe: Bei grossen Tageskilometerleistungen (> 400km) geht man dort Mittagessen, wo es eine Ladesäule gibt.

Wie kam es denn dazu, dass die Avesco den Schwenk in Richtung E-Mobilität bei der Flotte der Geschäftsautos macht?

Vorweg: Es war ein rein betriebswirtschaftlich getriebener Entscheid. Wir wechseln unsere Fahrzeuge immer in einem Fünfjahresturnus. Das ist ein sehr bewährter Ansatz, der uns auch hilft, Bestellmengen zu bündeln. Wir machen immer eine Total Cost of Ownership (TCO) Betrachtung – heisst: Wir berücksichtigen alle Faktoren, die über die gesamte Nutzungsdauer eine Rolle spielen. Rücknahmepreis nach der Laufzeit, Kraftstoffverbrauch, Unterhaltskosten. Kurz und bündig: Das Elektroauto schneidet in der TCO-Betrachtung am besten ab.

Und da schwang das Elektromodell ŠKODA ENYAQ obenaus?

Wir stiegen komplett ergebnisoffen in die Beschaffung ein und hatten zu Beginn Vergleichsangebote von zwölf Marken. Es folgte eine Vorauswahl. Beim schlussendlich gewählten Elektromodell ENYAQ gaben zudem das bereits erwähnte grosszügige Platzangebot sowie Sicherheitsmerkmale und Design den Ausschlag. Die Mitarbeitenden konnten schliesslich wählen zwischen dem ENYAQ und den Modellen mit Verbrennungsmotor KODIAQ und OCTAVIA. Insgesamt haben wir 131 Fahrzeuge bestellt, davon sind 52 mit Elektroantrieb, also 40%.

Welche Rolle spielte der niedrigere CO2-Ausstoss der E-Autos bei der Beschaffung?

Wie oben erwähnt, dieser war ein rein betriebswirtschaftlich begründeter Entscheid. Die Kraftstoffeffizienz spielt beim TCO natürlich eine grosse Rolle. Aber wir wollen ehrlich sein: Wir haben es nicht in der Hand, woher der Strom kommt, den wir beziehen; und wie sind die Bedingungen in den Minen, wo das Lithium abgebaut wird?

Wo laden die Mitarbeitenden ihre E-Autos auf?

Jeder und jede Mitarbeitende erhält zuhause eine Ladestation. Der so bezogene Strom wird automatisch rückvergütet. Die Mitarbeitenden müssen nichts beantragen und für das Unternehmen entsteht kein Verwaltungsaufwand. Alle Avesco und Avesco Rent Standorte werden mit Ladestationen ausgerüstet. Für das Aufladen unterwegs haben wir eine Partnerschaft mit Shell. Mit der NewMotion Karte von Shell kann man an einer Vielzahl an Ladestationen in der Schweiz und übrigens auch im Ausland Strom beziehen.

 

Partnerschaft mit Amag und Garage Gautschi
Für die Beschaffung der neuen Personenwagen Fahrzeugflotte geht die Avesco Gruppe (Avesco AG, Avesco Rent AG) eine Partnerschaft mit den Unternehmen Amag und Garage Gautschi ein. Amag mit der Marke ŠKODA ist Generalimporteur in der Schweiz, die Langenthaler Garage Gautschi liefert die Fahrzeuge als Händlerin an Avesco. Stefan Sutter, CEO Avesco Gruppe: «Wir freuen uns, zwei verlässliche und kompetente Partner für unsere neue Fahrzeugflotte zu haben. Die lokale Verankerung vor Ort in Langenthal und im Falle von Amag auch die Präsenz in allen Schweizer Regionen sind für uns überzeugende Vorteile.»