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Merz Gruppe erneuert Maschinenpark – «die Flotte ganz zu ersetzen, lohnt sich»

Thomas Widmer ist seit 1. März 2019 Geschäftsführer der Merz Gruppe und seit 2005 Mitglied des Verwaltungsrats des Unternehmens.

Die Merz Gruppe mit Hauptsitz im aargauischen Gebenstorf wurde 1914 gegründet und zählt heute rund 80 Mitarbeitende.

Innovative Maschine: Der neue dieselelektrische Dozer Cat D6 XE ist ebenso Teil der Lieferung …

… wie drei Hydraulikbagger Cat 330. Wie alle im Paket enthaltenen Hydraulikbagger ab 15 Tonnen Einsatzgewicht verfügen sie über …

… GPS basierte 3-D-Maschinensteuerung (Bildausschnitt). Alle Bagger in der Lieferung sind zudem mit vollhydraulischem Schnellwechselsystem ausgestattet. Die Grossmaschinen ab Werk auch mit der Arbeitsraumbegrenzung e-Fence.

Ebenfalls demnächst im Einsatz bei der Merz Gruppe: der Deltalader Cat 289D.

Minibagger der nächsten Generation: Der neue Cat 310 ist in seiner Grössenklasse aktuell die stärkste Maschine im Markt und ebenfalls Teil des neuen Maschinenparks.

Thomas Widmer, Geschäftsführer des Baustofflieferanten aus Gebenstorf, über die Beweggründe für die umfangreiche Investition in Zeiten der Coronakrise. Im Rahmen der Beschaffung wird das Unternehmen von Juni bis Ende 2020 nahezu seinen vollständigen Maschinenpark durch Cat® Modelle der neusten Generation, Hydraulikhämmer von Rammer und Greifer austauschen. Alle Hydraulikbagger ab 15 t Einsatzgewicht werden mit 3-D-Maschinensteuerung ausgerüstet. Alle Maschinen erhalten einen Avesco Vollservicevertrag. Einsatzgebiete der neu beschafften Modelle sind der Erdbau, Rückbau, Tiefbau und die Kiesgewinnung.

Herr Widmer, wie geht es der Merz Gruppe in diesen Zeiten?

Die Situation ist anspruchsvoll. Punkto Nachfrage spüren wir auf Auftraggeberseite eine gewisse Verunsicherung und Zurückhaltung. Die Auflagen in der Bauindustrie waren bereits vor Corona hoch. Nun sind neue Auflagen dazugekommen. Eine Folge ist, dass die Baustellenlogistik aufwändiger geworden ist. Man wird langsamer, obwohl Effizienz im Baugeschäft entscheidend ist. Ein Beispiel: Vorher konnten fünf Mitarbeiter gemeinsam in einem Fahrzeug auf die Baustelle fahren, jetzt muss jeder einzeln fahren – und einen Parkplatz haben.
 

Die Merz Gruppe hat sich im April dazu entschlossen, nahezu den kompletten Baumaschinenpark durch neue Maschinen zu ersetzen. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen, zumal in diesen Zeiten?

Man muss vorweg sagen: Die Beschaffung war seit geraumer Zeit vorbereitet worden, als Corona noch kein Thema war. Es war ein rein betriebswirtschaftlich begründeter Entscheid. Es lohnt sich, die ganze Flotte inklusive Unterhalt neu zu planen und zu ersetzen, statt punktuell. Pro Jahr sparen wir so einen sechsstelligen Betrag.
 

Können Sie das erklären?

Das Paket umfasst 17 Baumaschinen, eine Reihe von Hydraulikhämmern und einen Greifer. Es ist wie beim Bau eines Gebäudes: Wenn Sie quasi «auf der grünen Wiese» bauen, können Sie alle Abläufe optimal planen, alles aufeinander abstimmen. Das haben wir hier gemacht. Die Baumaschinen- und die Hydraulikhammermodelle wurden so gewählt, dass optimal kombiniert werden kann. Der neue Maschinenpark passt perfekt zu unseren Bedürfnissen. Und vor allem: Die neuen Modelle sind viel effizienter. Ausserdem haben wir den Service neu geregelt.
 

Worauf basierten Sie Ihren Entscheid für die einzelnen Modelle?

Bei den recht umfangreichen Kalkulationen halfen uns die Daten, die wir seit Längerem mit Telematikmodulen pro Maschine erheben. So wussten wir unter anderem genau, wie viel diese und jene Maschine verbraucht, wie hoch die Wartungs- und Reparaturkosten sind und wie die Auslastung ist. Auch die Arbeitsstunden werden durch unsere Mitarbeiter via App der jeweiligen Maschine zugewiesen. So konnten wir die Werte jenen der Neumaschinen gegenüberstellen.
 

Sie erwähnten bereits den Service. Neu erhalten alle Maschinen einen Avesco Vollservicevertrag (VSV). Darin sind Wartungsteile, Wartungen und Reparaturen enthalten. Was gab dafür den Ausschlag?

Wiederum ein betriebswirtschaftlicher Entscheid. Baumaschinen sind heute mit sehr viel Elektronik und Software ausgestattet. Um eine Wartung effizient und richtig auszuführen, brauchen Sie Experten, die diese Technologien im Detail kennen und im Umgang damit sehr routiniert sind. Ausserdem werden mit den VSV viele Wartungen und kleinere Reparaturen direkt auf der Baustelle erledigt. Wir sparen dadurch beträchtliche Kosten, denn bisher mussten wir die Maschinen dafür in unsere Werkstatt transportieren. Das braucht Zeit und Treibstoff, den Ihnen niemand zahlt.


Ändert sich nun die Rolle Ihrer betriebseigenen Werkstatt?

Sie hat neu einerseits eine stärker koordinierende, planerische Funktion. Zum Beispiel, um umfangreichere Servicearbeiten möglichst vorteilhaft zu terminieren. Andererseits ist sie wichtig, um bei Notfällen sofort einzugreifen. Und es gibt Tätigkeiten, die man selber effizienter ausführen kann. Der Wechsel eines Hydraulikschlauches ist ein Beispiel.
 

Sie lassen alle Hydraulikbagger ab 15 Tonnen mit der optionalen 3-D-Maschinensteuerung ausrüsten. Was ist der Grund?

Sie ahnen es (lacht): Auch da spielt die Wirtschaftlichkeit eine Rolle. Die Technologie übernimmt Aufgaben. Zum Beispiel ersetzt die Arbeitsraumbeschränkung das händische Abstecken der Baugrube. Wir haben zudem alle neuen Maschinen mit Wägesystem ausgerüstet, so dass immer optimal beladen wird: nie zu wenig, aber auch nie zu viel.
 

Wie gehen Ihre Maschinisten mit der Umstellung auf die neuen Technologien um?

Wir schulen unsere Leute. Vorteilhaft ist, dass wir die Maschinen alle mit denselben digitalen Funktionen ausrüsten konnten. Dadurch ist die Bedienung immer gleich und der Maschinist gewinnt Routine, selbst wenn er mit unterschiedlichen Maschinen arbeitet. Wir haben sehr gute Maschinisten, die sich auf die Arbeit mit diesen modernen Werkzeugen freuen.
 

Interesse an Lösungen für Ihren Maschinenpark? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf: Peter Meyer, Verkaufsleiter: Telefon 079 445 00 30, E-Mail peter.meyer@avesco.ch.