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Green setzt auf höchste Versorgungssicherheit

Der Metro-Campus Zürich in Dielsdorf ist einer von vier Standorten von Green.

Der Metro-Campus Zürich in Dielsdorf ist einer von vier Standorten von Green. Er wird nach der Fertigstellung drei unabhängige Datacenter und einen Business Park mit mehreren Bürogebäuden auf einer Arealfläche von 46'000 m2 umfassen. In den Rechenzentren finden je 80'000 Server Platz. Foto: Green Datacenter AG

Andrea Campomilla, Chief Operating Officer der Green Datacenter AG. Foto: Green Datacenter AG

Blick in einen Serverraum der Green Datacenter AG. In den drei Rechenzentren des Metro-Campus Zürich finden je 80'000 Server Platz. Foto: Green Datacenter AG

Sicherheit steht an erster Stelle: Wer auf dem Metro-Campus Zürich bis zu den Racks gelangen möchte, in denen die Server untergebracht sind, passiert sieben Sicherheitszonen.

In Dielsdorf ZH entsteht aktuell mit dem Metro-Campus Zürich eines der grössten Datacenter-Areale des Landes. Cat® Notstromanlagen dienen als Absicherung der regulären Stromversorgung. Gleichzeitig könnten sie im Falle einer Strommangellage auch das Schweizer Netz stützen. Das neue Projekt kombiniert Sicherheit und Nachhaltigkeit und setzt neue Akzente.

Wer sich in Dielsdorf im Norden von Zürich auf dem Metro-Campus der Green Datacenter AG dem Gebäude mit der Bezeichnung «M» nähert, sieht auf den ersten Blick eine moderne luftdurchlässige Fassade mit einer Streckmetallverkleidung. Das fensterlose Gebäude gibt nichts von seinem Innern Preis.

Metro-Campus Zürich: Leistung und Nachhaltigkeit

Der Metro-Campus Zürich in Dielsdorf ist einer von vier Standorten von Green. Er wird nach der Fertigstellung drei unabhängige Datacenter und einen Business Park mit mehreren Bürogebäuden auf einer Arealfläche von 46'000 m2 umfassen. In den Rechenzentren finden je 80'000 Server Platz.

Sicherheit ist hier zentral. Die Kunden, die diese Infrastruktur nutzen, sind Unternehmen aller Branchen und Grössen, darunter Banken, Versicherungen, Spitäler, Lebensmittelproduzenten, sowie internationale Cloud-Anbieter, sogenannte Hyperscaler. Sie alle vertrauen auf die mehrfach gesicherte Infrastruktur von Green.

Vom Zutritt über die Versorgungsicherheit bis zu den dokumentierten Prozessen, die Teil des zertifizierten Business Continuity Management Systems sind, ist alles auf Sicherheit ausgelegt. Wer in das Datacenter, bis zu den Racks, in denen die Server untergebracht sind, gelangen möchte, passiert sieben Sicherheitszonen.

Gemessen wird die Leistungsfähigkeit eines Datacenters in Megawatt elektrischen Stroms. Der Metro-Campus bietet Kunden total 35 Megawatt. Zum Vergleich: Ein Haarföhn hat in etwa 2’000 Watt Leistung. Das erste fertiggestellte Datacenter auf dem Campus entspricht mit 11 Megawatt Leistung etwa der Nutzung von 5'500 Haarföhnen.

Die Abwärme, die durch die elektrische Energie im Datacenter generiert wird, macht Green über einen neuen Wärmeverbund nutzbar. 3'500 Haushalte, Industrie und Gewerbe profitieren so von Heiz- und Prozesswärme.

Notstromversorgung ist «essenziell»

Diese Grössenordnung illustriert bereits die Bedeutung der Stromversorgung im Datacentergeschäft. Als «essenziell» bezeichnet denn auch Andrea Campomilla, Chief Operating Officer der Green Datacenter AG, die Notstromversorgung für Green als Datacenterbetreiberin.

«Wir wissen, dass wir in der Schweiz ein sehr gutes Stromversorgungsnetz haben und quasi die Champions bei der Netzsicherheit sind. Dennoch sichern wir die Energieversorgung ab, damit wir in allen Situationen für unsere Kunden den Betrieb sicherstellen können. Bei einem Netzausfall werden unsere Notstromaggregate aktiviert und versorgen uns autonom vom Netz mit Strom.» (siehe Box)

 

Projektbeschrieb: Avesco Notstromanlagen für den Metro-Campus Zürich

Nach Fertigstellung wird der Metro-Campus Zürich 3 Datacenter umfassen. Abgesichert wird der Betrieb durch total 27 Notstromanlagen, im Fachjargon heissen sie Generator-Sets oder in der Kurzform: Gensets. Mittels einem Dieselmotor wird ein Generator angetrieben, der dann die notwendige Strommenge produziert und somit die Notstromversorgung sicherstellt.
Für das erste Gebäude, Datacenter M, wurde Avesco mit der Lieferung, Installation und Inbetriebnahme der 9 zugehörigen Notstromanlagen beauftragt. Zudem hat Avesco auch das Energieleitsystem geliefert. Im Fall eines Netzunterbruchs erkennt das Energieleitsystem die Störung und löst den Start der Notstromaggregate aus.
Zwischen Juni und Dezember 2022 nahm Avesco die ersten fünf Notstromanlagen in Betrieb, die vier übrigen sollen bis Ende 2023 in Betrieb gehen.
Gefordert war von Kundenseite eine sehr umweltfreundliche Lösung, mit Abgasemissionswerten auf dem Niveau von Dauerbetriebsanlagen. Daher hat jedes Genset eine komplette Abgasreinigungsanlage mit AdBlue Einspritzung für sehr tiefe Abgasemissionen.
Green schlägt hier einen neuen Weg ein, was die Umweltfreundlichkeit angeht. Obwohl die Netzersatzanlagen abgesehen von den präventiven Tests kaum je in Betrieb sind, wählte Green ein System, das die Emissionen auf einen Bruchteil des zulässigen Werts senkt.

 

Dieselreserve für autonomen Betrieb

Green garantiert seinen Kundinnen und Kunden bei einem Ausfall des regulären Stromnetzes die lückenlose Stromversorgung. Bei Unterbrüchen wird der Betrieb zuerst über Batterien geschützt, bis nach ein bis zwei Minuten die Gensets starten. Mit umfangreichen Dieselreserven und einer abgesicherten Lieferkette für den Nachschub ist der Betrieb gesichert. «Dadurch können wir unseren Betrieb über einen längeren Zeitraum ohne Einschränkungen fortführen», sagt Andrea Campomilla.

Notstromaggregate an das nationale Tertiärnetz angebunden

«Unsere Dieselgeneratoren sind aber auch an das nationale Tertiärnetz angebunden und können im Falle eines Strommangels das Netz stützen – sofern die Energie nicht für den Datacenterbetrieb notwendig ist. Das kann zum Beispiel bei kurzfristigen Notabschaltungen, wie zum Beispiel von einem Kernkraftwerk, der Fall sein oder im Falle einer Strommangellage, wie sie im letzten Winter befürchtet wurde, zum Einsatz kommen.»

Zusammenarbeit mit Avesco – Kundendienst ist ein entscheidendes Kriterium

Den Lieferanten für die Notstromaggregate wählte Green anhand mehrerer Kriterien aus:

  • Technische Vorgaben von Green müssen erfüllt sein, hinzu kommen gesetzliche Vorgaben z. B. bezüglich des CO2 Ausstosses und der Lärmemissionen.
  • Erfüllung höchster Qualitätsansprüche bei Wartungsarbeiten
  • Serviceorganisation in der Schweiz: Kann der Lieferant mit seinem Kundendienst die Anforderungen von Green hinsichtlich Service, Qualität, Lieferzeiten u. a. erfüllen? Andrea Campomilla erklärt: «Diese Kundenserviceaspekte sind für uns sehr wichtig, nebst der technischen Unterstützung beim Anschluss, der Inbetriebnahme und während des Betriebs der Anlagen.»

Im ersten der drei Datacenter auf dem Metro-Campus sind 5 von 9 Notstromaggregate eingebaut und in Betrieb, die übrigen 4 sollen bis Ende Jahr folgen. Wie fällt das Zwischenfazit aus? Andrea Campomilla: «Die Einbringung und der Anschluss der Anlagen haben gut funktioniert. Die Mitarbeitenden, die den Einbau vorgenommen haben, haben sehr gute Arbeit geleistet und verstehen ihr Handwerk.»

 

Zu den Produkten: Cat Notstromanlagen

Interesse an Notstromanlagen von Avesco? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf: Gian Franco Broggi, Leiter Verkauf, Telefon 062 915 82 15, E-Mail gianfranco.broggi@avesco.ch.

 

Hintergrund: Was passiert bei Unregelmässigkeiten im Schweizer Stromnetz?

Für ein Datacenter ist die Stromversorgung von zentraler Bedeutung. Um einen lückenlosen Betrieb zu gewährleisten, muss sich die Netzqualität in einem engen Toleranzband bewegen. Auch wenn das Schweizer Stromnetz im internationalen Vergleich bezüglich Stabilität an der Spitze rangiert, kann es auch hier zu Unregelmässigkeiten kommen. Gian Franco Broggi, Leiter Verkauf Notstrom- und USV-Anlagen bei Avesco, sagt: «Da die Schweiz mit dem europäischen Netz fest verbunden ist und gleichzeitig aber nicht mehr über ein Rahmenabkommen mit der EU verfügt, wird die stabile Versorgung der Schweiz mit Strom immer anspruchsvoller. Vor allem im Winter, wenn wir auf Importe aus der EU angewiesen sind.Instabilität kann zum Beispiel auftreten durch Frequenz- und Spannungseinbrüche oder durch Spikes. Das sind Spannungsspitzen.» Letztere sind eine der häufigsten Ursachen für Schäden an elektronischen Bauteilen. Mit Stromerzeugungsanlagen, welche unabhängig vom regulären Stromnetz sind, werden diese Unregelmässigkeiten ausgeglichen, deren Dauer oft nur im Millisekundenbereich liegt.
Bei Abweichungen wird zuerst die batterieelektrische USV-Anlage (USV für «unterbrechungsfreie Stromversorgung») einspringen. Sie bietet ca. 10 Minuten Autonomie und liefert in dieser Zeit die benötigte Leistung für einen unterbruchslosen Betrieb. Gleichzeitig laufen die dieselbetriebenen Notstromanlagen an. Sobald diese die Nennspannung erreicht haben, übernehmen sie die Stromversorgung des Datacenters und die USV-Anlage schaltet sich ab und der Batterieblock wird wieder aufgeladen.

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